Ich höre mit dem Schreiben auf! Endgültig! Ich hab die Schnauze einfach voll vom Texten.

Ich mag nicht mehr. Ich höre auf mit dem Texten

Wenn du zu meinen Lesern gehört hast, dann will ich dir gerne erklären, warum das Schreiben für mich nicht mehr infrage kommt. Und vermutlich bist du einer meiner Leser.

Bewusst oder unbewusst.

Schließlich habe ich für eine Menge Online-Portale und Blogs geschrieben, die Reichweiten in Millionenhöhe hatten.Und ich habe das gern gemacht.

Es hat sich aber nie gelohnt. Warum? Das kannst du hier nachlesen.

1. Für Online-Texte wird zu wenig Geld ausgegeben...

Weil für Texte hoher Qualität und handwerklicher SEO-Kunst kein Geld mehr ausgegeben wird. Und damit meine ich nicht die Dumpingpreise der Konkurrenz wie Textbroker mit ihren Schreiber-Horden. Ich meine vernünftige kleine Web-Projekte, die in einer Markt-Nische unterwegs sind. Selbst wenn die Nische absolut lohnenswert und lukrativ ist, sol für die Inhalte auf der Seite am besten kein Geld investiert werden. Bei ersten Kunden-Telefonaten wird schon gestöhnt, wenn man 5 Cent pro Wort aufruft.

Es wird gespart beim Online Texten

2. Und dann greift auch noch der Staat ab

Das bedeutet bei einer normalen Textlastigkeit ungefähr 150 Euro Umsatz für Homepage, "Über uns" und ein paar kleinere Produktbeschreibungen. Zieht man davon nun Steuern und Versicherungen ab, dann bleiben - rechnet man optimistisch - 90 Euro.

Ich habe vorher erwähnt, dass das Beispiel-Projekt eine durchschnittliche Textlastigkeit hätte. Das bedeutet, dass die Homepage 500 Wörter, alle anderen Seiten rund 300 Wörter Content. Wenn ich jetzt davon ausgehe - und das ist nicht übertrieben - dass man für das Schreiben von 5 Seiten rund 4 Stunden braucht, dann kommen wir auf einen Netto-Stundensatz von unter 25 Euro.

3. Man kommt mit Schreiben nicht auf über 5000 Euro

25 * 8 * 7 * 4 = 5600 Euro.

Aber nur, wenn man kein Wochenende, keine Pausen, keine Auftragsflauten oder gar Krankheit einrechnet. Die Wahrheit ist also die Hälfte. Höchstens. Gehen wir mal von 2500 Euro aus.

Dafür bin ich aber nicht selbstständig, sondern arbeite in einem 9-to-5-Job. Ohne unternehmerisches Risiko, ohne schlaflose Nächte. Ist gesünder.

In der Kalkulation sind Dinge wie Abschreibungen, Geschäftsausgaben für Werbung und Marketing und Kosten fürs Webhosting noch nicht eingerechnet.

Das klingt nun alles ziemlich "finanz-optimiert". Aber die Wahrheit ist doch, dass wir für Geld arbeiten. Es gibt aber noch ein paar andere Dinge, die nicht gut funktionieren.

4. Kommunikation mit den Hipstern

Die Kommunikation mit den Kunden ist meiner Erfahrung nach zunehmend schwierig. Ich möchte das nicht auf das allgemeine Bildungsniveau schieben. Aber Fakt ist, dass immer mehr völlig Ahnungslose im Bereich Online- und Content-Marketing herumstapfen und schlichtweg keinen Plan von der Materie haben. Dafür aber eine große Schnauze. Und Halbwissen.

Viiiiiel Halbwissen.

Wenn man in die Diskussion um eine halbwegs tragbare Content-Strategie einsteigt, merkt man, dass nicht im mindesten Verständnis für die Sichtweise einer Suchmaschine vorhanden ist. Google, Bind, DuckDuckGo und Co werden ausschließlich als Erfüllungsgehilfen gesehen. Was nicht stimmt. Und auch nicht zum Erfolg führt.

Mit Hipstern über Online Texte diskutieren? Keine Lust mehr

Ich habe aber keine Lust, diese Diskussionen wieder und wieder zu führen.

Deshalb lasse ich es mit dem Schreiben. Endgültig.

Es gäbe noch ein paar kleinere Punkte und Merkwürdigkeiten, von denen ich berichten könnte. Vielleicht mache ich das auch noch. Denn diesen Blog möchte ich in loser Folge weiterführen. Warumm denn auch nicht? Ich muss damit kein Geld mehr verdienen.

In diesem Sinne. Wir lesen uns.

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