Kommentare als Rankingfaktor

Kommentare - jedes CMS unterstützt, dass Anwender einen Beitrag kommentieren können. Auch Seiten können kommentiert werden, das ist aber von vielen Blogbetreibern nicht gewünscht, da Seiten häufig statische Inhalte haben, die nicht zur Diskussion stehen. Ein Impressum beispielsweise braucht nun wirklich nicht kommentiert zu werden. Aber die Blogbeiträge? Ich persönlich finde, Sie müssen Ihren Lesern die fantastische Möglichkeit geben, Ihre Beiträge zu kommentieren. Damit tun Sie auch gleichzeitig was für Ihr gutes Ranking.

Kommentare sind ein wichtiger Rankingfaktor

Warum ich Kommentare als wichtigen Rankingfaktor betrachte, warum sie ein wichtiger Beitrag für Ihr natürliches SEO sind und warum anerkannte Fachleute ebenfalls nicht auf Kommentare verzichten wollen, lesen Sie hier.

1. Kommentare erweitern Ihren Inhalt

Niemand macht sich die Mühe und schreibt einen Kommentar in Ihr Blog, wenn er nichts zu sagen hat (außer Spammer, dazu aber später). Deswegen erweitert jeder Kommentar Ihren Blogartikel um weitere Details, andere Perspektiven, nützliche Aspekte und verschiedene Meinungen. Manches davon mag auf den ersten Blick nicht gerade wie ein Fahrstuhl auf Platz 1 bei Google wirken. Aber täuschen Sie sich nicht: Die Inhaltserweiterung wird von der Suchmaschine sehr wohl wahrgenommen.

2. Kommentare verbessern Ihren Inhalt

Kommentare entspinnen häufig eine lebhafte Diskussion
Eine Diskussion in den Kommentaren Ihres Blogs. Etwas Besseres kann kaum passieren

Klingt wie der erste Punkt? Nicht gang. Denn egal, wie gut Sie für einen Artikel recherchiert haben,, es gibt im Netz immer einen Experten, der noch einen Tipp, eine weitere Quelle, eine interessante Webseite in petto hat. Ist mir erst kürzlich passiert. In einem Artikel zum Thema Tools für korrekte Rechtschreibung. Hier in diesem Blog. Es mag sein, dass der Verfasser des Kommentars Eigentümer der Seite ist und den Tipp nur aus purem Eigennutz gegeben hat. Backlink und so. Weiß ich nicht, ist mir auch egal. Denn der Tipp hat meinen Artikel bereits verbessert. Das freut die Leser und letztlich (durch das gemessene User-Feedback) auch Google.

3. Kommentare sind kein Spam

Vergessen Sie das Thema Spam! Okay, ganz vergessen kann man es nie. Aber Sie können sich mit wenigen Kniffen vor Spam hervorragend schützen. Betreiben Sie ein WordPress-Blog, dann empfehle ich Ihnen zwei Plug-Ins, die in Kombination für Ruhe an der Spam-Front sorgen:

Setzen Sie beide ein, dann rutscht kaum noch ein Spam Kommentar in Ihre Warteliste. Ich habe das mit diesem Artikel zum Thema Article Spinning machen müssen. Denn dieser hat meine Spam-Liste volllaufen lassen. Trotz Akismet. Der Einsatz des Captcha-Plugins hat dann aber für Ruhe gesorgt.

Außerdem qualifizieren Sie Ihr Blog bei Google als ein lebendiges. Denn Blogs, die nur dem stupiden Setzen von Backlinks dienen, werden kaum mit positiven Kommentaren von menschlichen Lesern bedacht. So heben Sie sich durch User-Kommentare von Spam-Blogs ab, steigern Ihre Relevanz und - Sie ahnen es - verbessern Ihr Ranking.

4. Kommentare verbessern Ihr Ranking

Verbessert Ranking und Reputation: Kommentar
Verbessern Ihre Statistik: Kommentare im Blog

Einer der wichtigsten Rankingfaktoren ist das User-Feedback. Und er wird von Jahr zu Jahr immer wichtiger. Die beiden größten Suchmaschinen, Google und Microsofts Bing, versuchen akribisch zu messen, wie lange der Anwender auf einer Seite verweilt hat, die die Suchmaschine empfohlen hat. Machen Ihre Leser auf dem Absatz kehrt, dann ist die Seite wohl nicht besonders relevant. Leser zu binden ist schwer, Kommentare können helfen, die Verweildauer auf Ihrer Webseite zu verlängern. Denn viele Leser verlieren sich in den Fäden, die eine lebhafte Diskussion unter einem guten Blogartikel spinnt. Die Verweildauer steigt, das Ranking verbessert sich messbar.

5. Kommentare machen Ihnen Spaß

Motivieren und machen Spaß: Kommentare
Machen Spaß und motivieren den Autor: Kommentare im Blog

Warum soll Ihr Spaß ein Rankingfaktor sein? Hier kommt die Motivationstheorie zum Einsatz. Durch einen Kommentar drücken Leser Anteilnahme an Ihrer Arbeit aus. Und jeder Blogartikel ist harte Arbeit, wer wüsste das besser als ich? Reagieren Leser auf einen Beitrag, dann zeigt das, dass Sie sich diese Arbeit nicht umsonst gemacht haben, sondern für Ihre Leser relevant sind. So relevant, dass diese sich die Mühe machen, Kommentare zu hinterlassen. Denn auch das ist Arbeit, die sich vor allem deutsch Blogbesucher kaum machen. Wenn Sie das verstanden haben, dann werden Sie Ihren nächsten Artikel noch motivierter und positiver angehen, besser werden, noch mehr gutes Feedback in Form von Kommentaren absahnen und damit Google zeigen: "Hey, ich kann das! Ich bin relevant. ". Die Suchmaschine wird das genauso sehen.

6. Kommentare sind der Zweck eines Blogs

Kommentare sind eine der direktesten Kommunikationsmöglichkeiten mit Lesern, Kunden und Interessenten. Nutzen Sie die Chance und antworten auf jeden einzelnen Kommentar. Wenn Sie auch keine Möglichkeit haben, inhaltlich auf jede Wortmeldung einzugehen, dann bedanken Sie sich zumindest bei dem Ersteller des Kommentars. Denn so zeigen Sie, dass Ihnen Ihre Leser wichtig sind. Das sehen andere Leser - schließlich ist ein Kommentar ja öffentlich - und werden dadurch ebenfalls motiviert, ihre Meinung zu äußern. Denn sie können damit rechnen, dass der Autor des Artikels antwortet. So "provozieren" Sie weitere Kommentare. Denn Ihre Leser haben zu Recht das Gefühl, dass Sie ihnen zuhören. Sie kommen wieder - ein wichtiger Rankingfaktor.

7. Kommentare spiegeln ein Meinungsbild

Meinungen Menschen Kommentare
Meinungen der Menschen spiegeln sich in den Kommentaren

Unterschätzen Sie nie die Meinungen der Menschen. Die Top-Suchmaschinen versuchen, die Hinterlassenschaften Ihrer Leser zu entschlüsseln. Wird hier nur über Ihren Beitrag geschimpft, kann es passieren, dass Sie Ranking einbüßen. Noch sind Microsoft und Google noch nicht so weit, den Sinn jeder Konversation zu verstehen. Aber das ist nur eine Frage der Zeit und des Trainings ihrer neuronalen Netzwerke. Was ich damit sagen will? Streiten Sie sich nicht mit Ihren Lesern. Bleiben Sie sachlich. Durchatmen! Und dann machen Sie sich daran, eine professionelle Antwort in die Kommentare zu schreiben.

Natürlich ist es ärgerlich, wenn Ihre Blogartikel - Ihre Arbeit - verrissen wird. Aber das gehört dazu. Internettrolle und - mit Verlaub - Idioten gibt es überall. Blockieren Sie aber um Himmels Willen solche Kommentare nicht! Sie werden andere Leser dazu provozieren, die negative Meinung zu widerlegen. Und schon haben Sie eine lebhafte Diskussion in Ihrem Blog. Etwas Besseres kann Ihrem Ranking gar nicht passieren.

Probieren Sie es aus, provozieren Sie Kommentare, stellen Fragen, polarisierende Thesen auf. Und schreiben mir auch einen Kommentar! Dann können wir diskutieren, warum auch in Ihrem Blog Kommentare ein Rankingfaktor sind. Und was Ihre Erfahrungen dazu sind.

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